Säule 3a – Einzahlung und Steuereffekte

28. November 2014, von Florian Schubiger und Michael Schuster


Wie viel Steuern lassen sich durch Einzahlungen in die Säule 3a sparen und welche Faktoren beeinflussen den Steuereffekt am meisten?

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Analyse: Säule 3a – Einzahlung und Steuereffekte


Bei der Beurteilung, ob sich Einzahlungen in die Säule 3a lohnen, sind der Wohnort und die Höhe des steuerbaren Einkommens die wichtigsten Faktoren. Wer in einer «Steuerhölle» wohnt, kann sich in Bezug auf die 3a-Einzahlung besonders freuen. Während bei einem steuerbaren Einkommen von 50‘000 Franken die Steuereinsparung in Zug bei einem alleinstehenden Steuerzahler beispielsweise lediglich gut 10 Prozent des Einzahlungsbetrags ausmacht, beträgt sie in Genf fast drei Mal so viel. Bei einem Einkommen von 200‘000 Franken ist Zug ebenfalls am wenigsten attraktiv für 3a-Einzahler. Die Steuereinsparung beträgt nur knapp ein Viertel des Einzahlungsbetrags. Lausanne als teures Steuerpflaster mutiert bei sonst gleicher Ausgangslage zum 3a-Einzahlungsparadies. Die Steuereinsparung beträgt mehr als 46 Prozent der 3a-Einzahlung.

Alleinstehende zahlen bei gleichem Einkommen in aller Regel höhere Steuern als Verheiratete (Steuertarif). Somit würde man vermuten, dass auch der Steuereffekt durch 3a-Einzahlungen bei nicht verheirateten Steuerzahlern höher ist. Bei höheren Einkommen ist diese Vermutung jedoch falsch. In Vielen Kantonen ist es genau umgekehrt. Bei einem steuerbaren Einkommen von 150‘000 Franken ist der Steuerabzug beispielsweise in 17 von 26 Kantonshauptorten für verheiratete Steuerzahler höher.

 

Grafik: Differenz des Steuereffektes bei 3a-Einzahlungen über 6‘739 Franken bei alleinstehenden im Vergleich zu verheirateten Steuerzahlern



Erklärungen zur Grafik:
Die Kurven zeigen auf, wie gross der Unterschied zwischen verheirateten und alleinstehenden Steuerzahlern bei Einzahlungen über 6‘739 Franken in die Säule 3a sind. Ein Plusbetrag (linke Skala) bedeutet, dass der Steuerabzug bei Alleinstehenden grösser ist. Ein Minusbetrag signalisiert einen entsprechend grösseren Steuerabzug für Verheiratete (Steuernachteil für Alleinstehende).


Was schnell klar wird: Es sind zu viele Kriterien, die den Steuereffekt und die Renditeerwartung in der Säule 3a beeinflussen, um pauschale Aussagen über die individuelle «Rentabilität» von 3a-Einzahlungen zu machen. Eine individuelle Berechnung ist daher bei vielen Einzahlungsberechtigten ratsam und gibt Aufschluss darüber, wann und wie viel in die steuerbegünstigte Vorsorgeform einbezahlt werden soll.


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Analyse: Säule 3a – Einzahlung und Steuereffekte