Negativzinsen und wie Banken damit umgehen

23. August 2019

Schon seit vielen Jahren liegen die Zinsen von Schweizer Bundesobligationen bei gewissen Laufzeiten im negativen Bereich. Insbesondere den Banken macht diese Situation zu schaffen. So müssen sie seit geraumer Zeit auch für Gelder, welche kurzfristig bei der Schweizerischen Nationalbank hinterlegt werden, einen Negativzins bezahlen. Kunden, die viel Liquidität auf Konten horten und keine Anlagen tätigen, sind für Banken in der aktuellen Zinssituation uninteressant.
 

Momentan schrecken Banken jedoch noch davor zurück den Kleinsparern Negativzinsen aufzubürden. Was bei Grossinvestoren wie Pensionskassen bereits Alltag ist, gilt aktuell für Kleinsparer also noch nicht. Banken fürchten den Imageschaden und die zu erwartenden Vermögensabflüsse, sollten die Sparer wirklich zur Kasse gebeten werden. Denn schliesslich verbirgt sich hinter hohen Kontoguthaben oft eine lukrative Kundenbeziehung mit Cross-Selling-Möglichkeiten.
 

Die Lösung für dieses Dilemma sehen viele Geldinstitute darin, ihren Kunden vermehrt Anlageprodukte zu empfehlen. Damit können sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Einerseits fallen für die Banken bei der Nationalbank keine Negativzinsen mehr an und andererseits zahlen die Kunden Gebühren für die Depotführung, Courtagen und Finanzprodukte. Geldanlagen sind in vielen Fällen eine gute Sache. Doch einfach zu investieren, um seiner Hausbank die Negativzinsen zu ersparen, ist eine denkbar schlechte Ausgangslage für eine gute Anlagestrategie.

 

Die wichtigsten Tipps:

  • Definieren Sie eine Anlagestrategie, die zu Ihren Gesamtvermögensverhältnissen passt
    (unter Umständen ist es lohnenswert dies zusammen mit einem Experten auszuarbeiten)
  • Kaufen Sie nur Anlageprodukte, die Sie verstehen
  • Lassen Sie sich sämtliche Kosten transparent aufzeigen, hinterfragen Sie diese kritisch
  • Überprüfen Sie regelmässig ob die Anlagen noch mit Ihrer Strategie übereinstimmen

 

Aktienanlagen gehören bei jeder langfristigen Anlagestrategie dazu. Sie müssen jedoch  im Rahmen einer Gesamtvermögensstrategie auf das restliche Vermögen abgestimmt und sorgfältig ausgewählt und überwacht werden.

 

Anlagen setzen immer ein gewisses Mass an Interesse und Know How voraus. Soll die Umsetzung nicht in Eigenregie erfolgen, besteht die Möglichkeit die Verwaltung des Vermögens an einen Dritten (Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter) zu delegieren. Bei der Auswahl des geeigneten Verwalters lohnt es sich, sich genau zu informieren und einige Abklärungen zu treffen. Je nach Kundensituation sind viele Kriterien entscheidend.


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«Eine Anlagestrategie sollte immer individuell auf den Kunden und dessen Gesamtvermögen ausgerichtet sein. Standardlösungen sind oftmals nicht ausreichend.»

 

Niklaus Gempp
VermögensPartner AG

 

 

 

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