Pensionskasse – Risiken für Versicherte und Rentner

15. März 2017

Dank erfreulicher Börsen Ein Markt für Aktien, Obligationen, Waren und verschiedene Finanzinstrumente. Der Preis wird durch das Angebot und die Nachfrage bestimmt.
stehen aktuell viele Pensionskassen Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Sie finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte.
gut da. Dreht der Wind an den weltweiten Finanzmärkten, sind Probleme so sicher wie das Amen in der Kirche. Bei Pensionskasseneinkäufen Viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung. und bei der Frage Rente Bei der Pensionierung können angehende Rentner zwischen einem Kapitalbezug und einem Rentenbezug aus der Pensionskasse wählen. Nicht bei allen Kassen kann das gesamte Sparguthaben als Kapital bezogen werden. Der Rentenumwandlungssatz gibt vor, wie hoch die Rente im Verhältnis zum Sparkapital ausfällt. Die prognostizierte Höhe der PK-Rente erfahren Sie auf dem Pensionskassenausweis oder direkt bei Ihrer Pensionskasse. oder Kapital Zu unterscheiden ist ein vollständiger und ein teilweiser Kapitalbezug aus der Pensionskasse. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, zum Pensionierungszeitpunkt mindestens ein Viertel des Guthabens als einmalige Kapitalabfindung auszuzahlen. Die Frage, ob Kapital aus der zweiten Säule bei der Pensionierung als Rente oder Kapital bezogen werden soll, ist eine der wichtigsten im Zusammenhang mit der finanziellen Planung der Pensionierung. bei der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. müssen mögliche künftige Entwicklungen abgeschätzt und eingeordnet werden. Nur wer verschiedene Szenarien durchrechnet und alle Fakten zusammenträgt, kann eine fundierte Entscheidung treffen. Trotz Risiken sind Pensionskasseneinkäufe in vielen Fällen interessant und eine Rente aus der zweiten Säule Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab. für viele das Richtige.

Langfristig liegt der Fokus auf demografischen Risiken

Die allermeisten Pensionskassen in der Schweiz weisen eine leichte Überdeckung Verhältnis zwischen dem vorhanden Vermögen einer Pensionskasse (Aktiven) und dem für die Finanzierung zukünftiger Leistungen benötigten Deckungskapital. aus. Das bedeutet, dass die künftigen Verpflichtungen - also die Renten - grösstenteils mit den aktuellen Vermögenswerten gedeckt sind. Trotzdem wird immer wieder davor gewarnt, dass die Zukunft für viele Pensionskassen düster aussehe. Hauptgrund für diese Aussage ist die demografische Die Demografie (auch Bevölkerungswissenschaft) untersucht, wie sich die Bevölkerung und deren Struktur entwickelt. Es geht dabei um alters- und zahlenmässige Gliederung und andere Unterscheidungskriterien. Entwicklung, welche immer mehr ältere Menschen prognostiziert und damit längere Rentenzahlungen nötig macht. Es ist logisch, dass bei längerer Rentenzahlung die Rente tiefer ausfallen muss. Langfristig ist die demografische Entwicklung unbestritten ein Problem für Pensionskassen - auch wenn einzelne Marktteilnehmer in unseren Augen die Szenarien etwas zu düster sehen. Kurz und mittelfristig sind wirtschaftliche Risiken, welche sich auf die Kapitalmärkte auswirken, aber grösser. Darüber wird erstaunlicherweise kaum gesprochen.

Gesunde Pensionskassen dank guten Renditen

Die mittelfristige Vergangenheit sah so aus: Die Zinsen Entgelt für die Überlassung von Geld. Die Zinsentwicklung hat sowohl Auswirkungen auf den Obligationen- als auch Aktienmarkt.
sind gefallen, Obligationen, Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
Immobilien und Aktien Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
sind gestiegen. Alle diese Faktoren haben den Pensionskassen massiv in die Karten gespielt. Mit Ausnahme der Liquidität haben im Jahr 2016 alle Anlageklassen einen positiven Renditebeitrag geleistet und die letzten fünf Jahre haben alle mit positiven und teils sehr hohen Renditen Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
abgeschlossen.1) Der einigermassen gute Deckungsgrad vieler Pensionskassen (2016 bei privatrechtlichen Kassen über 110%2)) lässt sich damit erklären. Eigentlich hätten sie bei dieser idealen Ausgangslage deutlichere Reserven ansparen müssen. Einigen ist das gelungen, aber lange nicht allen.

Hohe Anlagerisiken bei steigenden Zinsen

Nicht alle Pensionskassen investieren identisch. Trotzdem sind alle von den weltweiten Börsen abhängig. Gefährlich wird es, wenn mehrere negative Entwicklungen gleichzeitig auftreten. Das ist bei der aktuellen Marktlage nicht auszuschliessen. Steigen die Zinsen, verlieren Obligationen an Wert. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass bei steigenden Zinsen die Immobilienpreise fallen. Auch für die Aktienmärkte sind steigende Zinsen Gift und führen oft zu Korrekturen. Eine durchschnittliche Pensionskasse hat deutlich über 80 Prozent ihres Vermögens in diesen Anlagekategorien investiert1). Der allgemeine Gesundheitszustand könnte sich also schnell verändern und Anpassungen bei der technischen Verzinsung und den Umwandlungssätzen Darunter versteht man den Prozentsatz des angesparten Pensionskassenkapitals, der einem Rentner jährlich als Rente ausbezahlt wird. Ein Umwandlungssatz von 6.5% bedeutet bei einem angesparten Kapital von 100'000 Franken eine jährliche Pensionskassenrente von 6'500 Franken.
sind dann nicht mittel- und langfristig gefragt, sondern schneller als den meisten lieb ist. Pensionskassen, die aktuell kein deutliches Sicherheitspolster (Deckungsgrad) haben, sollten daher besonders schnell Anpassungen vornehmen.

Inflation frisst die Rente weg

Weil die Inflation Unter Inflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Ein fixer Geldbetrag hat bei einer Inflation daher heute mehr Wert als in der Zukunft. Die Inflation sollte bei der Planung der Pensionierung berücksichtigt werden. in der Schweiz aktuell tief oder sogar negativ ist, profitieren Rentenbezüger. Gleichbleibende Renten bedeuten bei negativer Inflation eine reale Rentenerhöhung. Sobald die Inflation steigt, was bei der Geldmengenausweitung der letzten Jahre künftig gut möglich ist, werden wahrscheinlich auch die Zinsen steigen. Bei einem Anstieg der Zinsen und Inflation verlieren nicht nur die Anlagen der Pensionskassen an Wert, sondern auch die Renten der Pensionäre ihre Kaufkraft. Und das auch dann, wenn der Frankenbetrag der Rente nominal Nominal bedeutet in der Wirtschaftswissenschaft ein nicht inflationsbereinigter Wert. gleich hoch bleibt. Eine Inflation von 2 Prozent jährlich wertet eine Rente in zehn Jahren um rund 18 Prozent ab. Eine Rente von 100 Franken hat somit nur noch einen Gegenwert von 82 Franken. Bei 3 Prozent Inflation sind es noch gut 74 Franken, die Rente würde in zehn Jahren somit um mehr als ein Viertel abnehmen.

Die Weichen richtig stellen

Vor allem bei zwei Ereignissen können Versicherte die Weichen bei ihrer Pensionskasse stellen. Einerseits bei der Pensionierung – genauer gesagt bei der Frage, ob sie eine Rente oder das Kapital beziehen sollen. Andererseits bei Pensionskasseneinkäufen. Viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung. Bei beiden Themen ist es auf Grund der oben beschriebenen Ausgangslage wichtiger denn je, die möglichen Chancen und Risiken genau abzuwägen, auf die Gesamtsituation abzustimmen und den Entscheid auf Grund von möglichst detaillierten Fakten zu fällen. Ein Bauchentscheid ist bei diesen wichtigen Fragen selten das Richtige. Neben den wirtschaftlichen Faktoren ist gut beraten, wer auch das Pensionskassenreglement genau analysiert und mögliche Veränderungen in der Zukunft berücksichtigt.

Das richtige Vorgehen ist entscheidend

Deckungsgrad, Umwandlungssatz, Anlagephilosophie und andere Kriterien sollten vor einem Einkauf in die Pensionskasse hinterfragt werden. Wichtig ist auch, die Einkäufe zu staffeln In Bezug auf die Steuern versteht man unter Staffelung die Verteilung von steuerlich relevanten Massnahmen auf mehrere Steuerperioden. Auf Grund des progressiven Steuersystems in der Schweiz hilft die Staffelung vielfach, Steuern einzusparen. und auf anderer Steueroptimierungsmöglichkeiten abzustimmen. Zudem ist der Zeitpunkt ein wichtiger Faktor. Schliesslich müssen vielfach Karenzfristen eingehalten werden, damit die Einkäufe bei den Steuern auch wirklich abzugsfähig sind. Und wer zu früh einkauft, verspielt Einkaufspotenzial für spätere Jahre und erhöht unnötig die Risiken. Auch bei der Frage Rente oder Kapital sollte die Pensionskasse auf Herz und Nieren geprüft werden. Besonders wichtig ist hier die langfristige Positionierung der Anlagen und des Umwandlungssatzes. Neben all diesen „harten“ Faktoren spielen natürlich auch die persönlichen Ziele und Bedürfnisse eine wichtige Rolle. Am Schluss ist es wichtig, dass bei allen Entscheiden im Zusammenhang mit der Pensionskasse eine transparente und klare Entscheidungsbasis geschaffen und erst dann entschieden wird. Eine langfristige Planung hilft, dass nicht nach der Pensionierung plötzlich realisiert wird, dass ein anderer Weg besser gewesen wäre. Wer bei der langfristigen Planung der Pensionierung Bei einer Pensionierungsplanung geht es darum, die Finanzierbarkeit der Pensionierung zu überprüfen, Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Einkommens-, Vermögens- und Steuersituation langfristig zu prognostizieren. finanziell die richtigen Entscheidungen trifft, kann den dritten Lebensabschnitt umso mehr geniessen. Und das muss das Ziel jedes angehenden Rentners sein.

 

1) Credit Suisse Schweizer Pensionskassen Index 4. Quartal 2016 (Seiten 3 und 7)

2) Swisscanto Pensionskassen-Monitor

Weiterführende Links

Pensionskasseneinkauf auf 123-Pensionierung.chRente oder Kapital aus der Pensionskasse auf 123-Pensionierung.chPensionierungsberatung durch die VermögensPartner AG

 

 


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Michael Schuster

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