AHV Vorbezug

Seit vielen Jahren ist es möglich die AHV-Rente um ein oder zwei Jahre vorzubeziehen. Ein frühzeitiger Bezug um einzelne Monate ist jedoch nicht möglich. Dafür kann ein Vorbezug unabhängig von einen geplanten Pensionierungszeitpunkt erfolgen, also auch unabhängig davon, ob eine Pensionierung in der zweiten Säule erfolgt. Bei Ehepaaren ist es auch möglich, dass der eine Ehepartner die Rente vorbezieht und der andere diese aufschiebt oder umgekehrt.

AHV-Vorbezug Kürzung

Ein Vorbezug der AHV-Rente führt zu einer lebenslangen Kürzung der Rente von 6.8% pro Vorbezugsjahr (bei zwei Jahren 13.6%).

Kosten eines Vorbezugs

Bei einem Vorbezug erhält der Bezüger die AHV Rente um die Vorbezugsdauer länger ausbezahlt. Dass dies nicht kostenlos ist, liegt auf der Hand. Wer sich also entscheidet die AHV-Rente frühzeitig zu beziehen muss eine lebenslange Kürzung der Rente in Kauf nehmen.

Rentenkürzung beim Vorbezug

Pro Vorbezugsjahr wird die AHV-Rente um 6.8% gekürzt. Bei zwei Jahren enspricht dies einer Kürzung von 13.6%. Wichtig zu wissen: Auch bei einem Vorbezug der AHV-Rente besteht eine AHV-Beitragspflicht bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionerungsalters. Auf die Höhe der AHV-Rente haben diese Beiträge aber keinen einfluss mehr und gelten als «a fonds perdu» Beiträge

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Lohnt sich ein Vorbezug?

Eine pauschale Aussage auf diese Frage ist nicht möglich. Neben der geschätzten Lebenserwartung ist insbesondere die individuelle Steuersituation ausschlaggebend dafür, ob ein Vorbezug lohnenswert ist. Um eine Entscheidungsgrundlage zu haben ist es möglich den Zeitpunkt zu berechnen, bei dem sich ein früherer Bezug nicht mehr lohnt. Dabei muss die die Steuersituation während und nach dem Vorbezug berücksichtigt werden.

Was ist für einen Vorbzeug zu tun?

Ein Vorbezug muss mit dem Anmeldeformular für eine Altersrente angemeldet werden. Dabei ist es wichtig die Fristen zu beachten. Spätestens am letzten Tag des Monats, in welchem das entsprechende Altersjahr vollendet wird, muss die Anmeldung eingereicht worden sein. Eine verspätete Anmeldung kann danach nicht mehr berücksichtigt werden. Empfehlenswert ist es, die Anmeldung frühzeitig, sprich einige Monate vorab einzureichen.

Gut zu wissen

Auch bei einem Vorbezug bleibt die AHV-Beitragspflicht bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters. Für Personen welche bereits eine AHV beziehen und weiterhin erwerbstätig sind, besteht ein Freibetrag von monatlich CHF 1’400 (CHF 16’800 pro Jahr). Achtung: Der Freibetrag gilt nicht während eines Vorbezugs. Nicht erwerbstätige Personen müssen bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters AHV Beiträge als nichterwerbstätige bezahlen. Auch die Kürzung wird, genau gleich wie die AHV-Rente, der Preisentwicklung (Inflation) angepasst.

Weitere Informationen zum Thema AHV-Vorbezug

Häufige Fragen zum AHV-Vorbezug

Nein, ein Vorbezug ist nur ein oder zwei ganze Jahre möglich.

Ja. Ist der ältere Ehepartner bereits pensioniert und tätigt der jüngere Ehepartner ein Vorbezug, so erfolgt die Plafonierung bereits zum Zeitpunkt des Vorbezugs. Das kann dazu führen, dass die Rente ab Vorbezug bereits tiefer ausfällt.

Ja, für den Vorbezug gibt es keine Bedingungen in Bezug auf die Erwerbstätigkeit. In diesem Fall sollte aber der Vorbezug kritisch hinterfragt werden. Unter Umständen führt dieser zu einer höheren Besteuerung (Progression) was sich, neben der Kürzung, zusätzlich negativ bemerkbar machen kann.

Für Schweizer Bürger und Staatsbürger eines EU-Staates ist eine Auszahlung der AHV Beiträge nicht möglich. Es besteht aber ab Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters ein Anspruch auf eine Rente aus der AHV.

Für alle Übrigen Personen gilt; besteht ein Sozialversicherungsabkommen mit dem neuen Wohnsitzland so ist eine Auszahlung grundsätzlich nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre «Sozialversicherungen: Aufenthalt in der Schweiz und Ausreise».